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‚Bitte verlassen Sie diesen Ort wie Sie ihn vorgefunden haben‘

Januar 30, 2016
‚Bitte verlassen Sie diesen Ort wie Sie ihn vorgefunden haben‘ – über genau diesen Satz habe ich in den letzten Wochen nachgedacht. Wenngleich man ihn doch meist in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Toiletten findet, so prangt er nicht an unserer Erde als ein bunter Sticker. Warum eigentlich nicht? Gut, wahrscheinlich weil ich die Welt nicht so hinterlassen kann, wie ich sie vor 22 Jahren vorgefunden habe. Dafür habe ich bestimmt schon zu viel Papier benutzt, Abgase in die Luft gepustet und Tiere gegessen oder an meiner Kleidung getragen.  
Vor kurzem habe ich mir den Film ‚Cowspiracy‘ angeschaut und seither sehr viel über unsere Umwelt nachgedacht. Der Dokumentarfilm legt die Theorie zu Grunde, dass wir unsere Erde auf Dauer zerstören werden, hauptsächlich dadurch dass die Viehhaltung immer weiter wächst und mehr und mehr Fleisch konsumiert wird. Mehr Vieh bedeutet mehr Methan und mehr Fläche die abgeholzt werden muss, um Futter für das Vieh anzubauen. Die Mengen an Futter und Wasser die diese Tiere brauchen sind enorm hoch und könnten genutzt werden um an Hunger-leidende-Menschen zu ernähren. Diese Theorie, ob sie nun stimmen mag oder nicht, hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Und das brachte mich auf den Satz: ‚Bitte verlassen Sie diesem Ort wie Sie ihn vorgefunden haben‘ – oder ‚wie sie Ihn selbst vorfinden möchten‘. 
Aber woher kommt diese Einstellung, dass wir unsere Umwelt behandeln können wie wir es möchten und das meistens nicht zum besten ihrer ist? – Ich denke, unsere begrenzte Zeit auf diesem Planeten ist die Antwort auf diese Frage. Wenn sich jeder Mensch denkt, dass seine Jahre auf dieser Erde gezählt sind, wird er Dinge tun, die zu seinem Vorteil sind, ohne an Zukunft und Konsequenzen zu denken. Ich selbst kann mich da nicht herausnehmen. Auch wenn ich nicht selbst in den Wald gehe und meinen Müll entsorge oder ich nicht selbst Tiere töte, ich lasse es andere für mich tun. Ich lebe komfortabel, wahrend es in anderen Orten der Welt ganz anders aussieht. 
Wie vielleicht einige von euch wissen, habe ich vor etwas weniger als einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen angefangen vegan zu essen, immer mal wieder mit Ausnahmen, bis heute. Es ging mir dabei Anfangs nicht um die Erde oder die Tiere, es ging mir nur um mich. Dass das ganze auch Vorteile für unseren Planeten hat, darüber habe ich erst nicht nachgedacht. Es ist wichtig darüber nachzudenken, woher die Dinge kommen die wir konsumieren. Das Größe und Ganze, nicht nur unser kleiner Ausschnitt der Welt, zählt. 
Ich weiß noch genau, in der 8. Klasse hielt ich ein Referat zum Thema Klimawandel, zu dem Zeitpunkt in aller Munde. Es wurde diskutiert und wir füllten Zettel aus, wie wir in Zukunft Energie und Wasser sparen würden. Nach einiger Zeit wurde das Thema aus den Medien verdrängt. Seither wird natürlich immer mal wieder darüber berichtet, wir nehmen mal das Rad, kaufen Energiespar- Lampen und machen die Kaffeemaschine aus. Aber so richtig wichtig scheint das Thema eben doch nicht zu sein. Es wird ignoriert, denn was können wir denn auch tun? – Unsere Zeit ist ja begrenzt!

  1. Sehr schön geschriebener Text! Regt mich (mal wieder) zum Nachdenken an.
    Ich musste letztes Jahr in meiner Abiprüfung über Klimawandel reden, ist wirklich ein komplexes Thema und finde es gut, dass du es ansprichst:)
    Würde mich freuen, wenn du mal bei mir vorbei schaust, ich reise gerade durch Australien 🙂
    Liebe Grüße, Sylvie!
    love-love-love-lov.blogspot.com

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